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10 Dinge, die Du unbedingt in Florenz gesehen haben musst

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In der Stadt der Medici und etlicher Künstler wie Michelangelo, Raffael, Vasari oder Leonardo da Vinci, gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Florenz ist ein einziges Museum, dessen Strassen voller Geschichte sind. Egal ob man 24 Stunden oder 5 Tage in Florenz weilt, die folgenden Dinge muss man unbedingt mit eigenen Augen gesehen haben.

Ponte Vecchio und Vasarikorridor

Der berühmte Ponte Vecchio ist ein Markenzeichen der Stadt und auf vielen Panoramabildern von Florenz anzutreffen. Auf der Piazza di S. Maria Sopr’arno hat man diese Postkartenaussicht auf die Brücke. Dies ist der perfekte Platz um einen Florenzaufenthalt zu starten. Die Brücke ist eine der Hauptattraktionen und somit fast immer voll mit Touristen. Den Ponte Vecchio daher auszulassen, ist aber keine Option. Er ist fest mit der Geschichte der Stadt verbunden. Zudem will man ja nicht zu Hause auf die Frage: «Bist Du über den Ponte Vecchio gelaufen und hast die kleinen Schmuckläden begutachtet?» mit «Nein» antworten müssen.

Ponte Vecchio

Der Ponte Vecchio ist eine der ältesten Segmentbogenbrücken des Globus. Cosimo I. de‘ Medici gab 1565 einen Übergang über der Ladenzeile bei Giorgio Vasari in Auftrag. Mit dem Vasarikorridor sollte es den Medici möglich sein vom Palazzo Vecchio bis zum Palazzo Pitti ungesehen zu gelangen. Der Gang verläuft unteranderem an der Aussenfassade der Kirche Santa Felicita. Die Medici hatten da die Möglichkeit auf eine, nur für sie erbaute, Empore in der Kirche zu gelangen. Ursprünglich waren Schlachter und Gerber auf der Brücke ansässig. Per Dekret wurden sie von Cosimo I. umgesiedelt, da sie Abfall in den Fluss warfen und der Gestank nicht mehr auszuhalten war. Die Tradition, der damals neu angesiedelten Goldschmiede, wird heute noch durch zahlreiche Juweliere fortgesetzt.

 

Palazzo Vecchio und Loggia dei Lanzi auf der Piazza della Signoria

Die Piazza della Signoria mit der Fontana del Nettunno, einer Reiterstatue mit Cosimo I de Medici, dem Palazzo Vecchio und der Loggia dei Lanzi ist als Gesamtbild sehr eindrücklich. Gerade zur «Blauen Stunde» sollte man sich einen Drink in einer Bar gönnen und die Stimmung geniessen.

Saal der 500 im Palazzo Vecchio

Die Loggia dei Lanzi ist ein Arkadenbau, der ursprünglich als Empfangsort für Gäste der Republik genutzt wurde und ein sehr gutes Beispiel für die Florentiner Gotik ist. Sie diente als Vorbild für die Feldherrnhalle in München. Heute sind darin Statuen in Form des Herkules, Perseus oder der Medici Löwen zu finden. Dieses «Mini Museum» ist zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlos zugänglich.

Die Hauptattraktion am Platz ist der Palazzo Vecchio, ein mit Zinnen bewehrter Palast. Der Palazzo hiess ursprünglich wie der Platz und war, bis zum Umzug in die Uffizien, Sitz der Regierung der Republik. Im Innern erwartet einem z.B. ein Innenhof mit Fresken von Giorgio Vasari und der Saal der 500, welcher auch im Film Inferno vorkommt.

 

Galeria degli Uffizi

Uffizien

Nach Giorgio Vasaris Plänen wurde die Galeria degli Uffizi erbaut, um die Ämter des Staates zu beherbergen. Heute befindet sich darin eine der berühmtesten Gemäldesammlungen der Welt. Die Geburt der Venus, von Sandro Botticelli, ist nur eines von vielen einzigartigen Werken, das da ausgestellt wird. Nebst den unbezahlbaren Bildern von z.B. Leonardo Da Vinci, Michelangelo, Raffaello Santi (Raffael) oder Caravaggio sind allein die Gänge mit den wahnsinnigen Deckenverzierungen, Statuen und Vasen zu bestaunen. Auch wenn 1 Tag nicht reicht, um alle Bilder genau anzuschauen und zu studieren, ist ein Rundgang ein Muss während des ersten Florenzbesuches. Wenigstens die Geburt der Venus sollte man gesehen haben.

Tipp: Tickets vorreservieren, dann kann man die normale Warteschlange umgehen und muss nicht lange anstehen. An Spitzentagen kann die Wartezeit locker 3 Stunden betragen.

 

 

Duomo di Santa Maria del Fiore & Campanile di Giotto

Duoma di Santa Maria del Fiore

Auch wenn man nicht viel über Florenz weiss, nebst dem Ponte Vecchio, dem Arno und den Uffizien hat fast jeder schon einmal von der Kathedrale von Florenz gehört. Der imposante Koloss kommt einem noch gigantischer vor, wenn man vor seinen Toren steht. Schon aus den Gassen, die zur Kathedrale führen, ist die Fassade nicht zu übersehen. Eines der zentralen Elemente ist die Domkuppel von Filippo Brunelleschi. Die grandiosen Fresken des Weltgerichts im Innern der Domkuppel wurden von Giorgio Vasari und Federico Zuccari gemalten.

Wer den Duomo, den Campanile und das Baptisterium San Giovanni, mit seinem berühmten goldenen Tor, besichtigen möchte, sollte auf ein Kombiticket zurückgreifen. Mit dem vorgekauften Kombiticket muss nicht mehr angestanden werden und es können für EUR 18.- noch weitere als die oben beschriebenen Räumlichkeiten besichtigt werden.

 

Palazzo Pitti

Palazzo Pitti

Fehlt die Zeit um einen ganzen Tag im Palazzo Pitti zu verbringen, sollte man sich auf die Galleria Palatina beschränken. Sie ist die zweitwichtigste Gemäldeausstellung in Florenz. Geht man am Abend hin, muss man meistens weder draussen noch drinnen anstehen. Es fühlt sich dann an, als ob der ganze Palast einem gehören würde.

Wer gedacht hat, dass fast alle Bilder berühmter Maler in den Uffizien hängen, hat sich getäuscht. Ich staunte nicht schlecht, als von Raum zu Raum mehr und mehr Bilder von alten Meistern zu bestaunen waren. Während in den Uffizien, abgesehen von den Gängen und wenigen Räumlichkeiten, alle Wände modern und weiss sind, liess man im Palazzo Pitti alles beim Alten. Somit kommen hier auch reine Schlossbesichtiger voll auf ihre Kosten.

 

Giardino di Bóboli

Giardiino di Boboli

Der 45’000 m2 grosse Park befindet sich gleich hinter dem Palazzo Pitti. Die schöne Gartenanlage mit ihren Treppen, Brunnen, Teichen, etlichen Marmorstatuen, einem Amphitheater und Alleen lädt zu einem erholenden Rundgang, nach all den Museen und Monumenten, ein. Von der Fontana del Nettuno aus, hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Noch weiter oben befindet sich eine hübsche Terrasse mit Blick auf die Abtei San Miniato al Monte.

 

 

 

 

Piazzale Michelangelo

Aussicht von der Piazzale Michelangelo

Die beste Aussicht auf die Stadt hat man von der Piazzale Michelangelo aus. Sie ist auch eine gute Alternative zum Turm von Giotto, wenn dort keine freien Slots mehr vorhanden sind. Von da oben kann man großartige Aufnahmen von den Dächern von Florenz machen. Am besten gelangt man zur Piazza mit dem Bus.

 

 

 

 

 

Orsanmichele

Orsanmichele bei Nacht

Die Kirche gleicht mehr einer Festung oder einem mittelalterlichen Palast, als einem Gotteshaus. Dies resultiert aus dem zweckorientierten Sinn der Florentiner. Am Anfang war die untere Pfeilerhalle offen. Da wurde ein Markt abgehalten und als Andachtsraum genutzt. Erst später wurden die Arkade mit Fenstern geschlossen. Im oberen Stock lagerte Getreide, das während Hungersnöten verteilt wurde, um Aufstände zu verhindern.

 

 

 

 

 

 

Palazzo Davanzati

Eingangshalle Palazzo Davanzati

Der Palazzo Davanzati ist einer der schönsten Paläste der Stadt. Das Haus ist komplett möbliert und kann besichtigt werden. Ein Highlight sind hier definitiv die aufwendig restaurierten Wandmalereien im Papageiensalon und im Damen- und Herrengemach. Danach weiss man, wie die noble Gesellschaft zwischen Mittelalter und Renaissance in der Stadt gelebt hat.

 

 

 

 

 

 

Via dei Tornabuoni

Via dei Tornabuoni

Vom schönen fast schwerelos scheinenden Ponte Santa Trìnita aus, welcher von Michelangelo entworfen wurde, gelangt man rasch zur Piazza Santa Trìnita. Hier beginnt die wahrscheinlich eleganteste Strasse der Stadt. Auf der Via dei Tornabuoni stehen die Designerstores in Reih und Glied und warten auf Kundschaft. Sie ist auch ein schöner Kontrast zu engen Gassen und Häuserzeilen, die mehr Ähnlichkeit mit einer Befestigungsanlage haben, als mit Wohnhäusern.

Auf der Piazza Santa Trìnita befindet sich ein must see für Schuhliebhaber, Fans des eleganten Kleiderstils, aber auch für Hollywoodbegeisterte und Interessierte der italienischen Geschichte der Modeindustrie – das Museo Salvatore Ferragamo. Mit 9 Jahren machte der kleine Salvatore sein erstes Schuhpaar für die Kommunion seiner Schwester. Da wurde ihm bewusst, dass das seine Berufung ist. In Neapel lernte er sein Handwerk und zog nach Boston zu seinem Bruder und schnell einmal weiter nach Hollywood. Seine hervorragende Qualität überzeugte auch Stars wie Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn. Das Museum zeigt das Leben des Schuh-Maestros, wie er mit seinen Innovationen die Branche revolutionierte und stellt ausgewählte Schuhexemplare aus. Es wurde aufgebaut um Ferragamo zu huldigen, der nach der Rückkehr aus den USA sich in der Umgebung von Florenz niederliess.

Dieser Artikel wurde verfasst von Sandro, dem Autor des Reiseblogs Searchfindtravel. Du möchtest noch mehr über Florenz erfahren, wie z.B. wo man gut essen oder übernachten kann? Dann klicke hier und Du gelangst zum Artikel auf searchfindtravel.com

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