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Das Palio-Pferderennen in Siena

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Bereits im Mittelalter war die Stadt Siena wegen ihrer günstigen Lage an wichtigen Handelswegen eine mächtige Stadt in Mittelitalien. Die Stadt verlor 1555 ihre Unabhängigkeit und wurde von den Medici in Florenz beherrscht.

Heute ist die Stadt eine der Touristenhochburgen und -anziehungspunkte der Toskana. Siena ist wegen ihrer faszinierenden Geschichte, den unzähligen Sehenswürdigkeiten und der historischen Gebäude einen Besuch wert. Die Stadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Einen speziellen Grund für einen Ausflug in die Stadt Siena ist das Palio-Pferderennen in Siena.

Palio di Siena

Als historisches Fest hat der Palio in Siena einen frühen Ursprung. Pferderennen dieser Art wurden schon im 11. Jahrhundert gelaufen. Es war das Schlussfest für die Stadtpatronin und zu Ehren der in den Himmel aufgefahrenen Muttergottes. Der Gewinner erhielt ein Stück wertvollen Tuches, das Pallium. Hieraus entstand im Laufe der Zeit der heutige Name „Il Palio“.

Siena Palio Pferderennen Bild - Pixabay

Siena Palio Pferderennen Bild – Pixabay

So wie damals werden auch heute immer noch prachtvolle Umzüge vor den Rennen veranstaltet. Es findet zweimal im Jahr statt und immer am 2. Juli und am 16. August. Drei Tage lang werden Proberennen abgehalten. Diese und das Hauptrennen stellen einen Höhepunkt des sozialen Lebens der Contraden dar. Die Contraden sind die 17 Stadtteile.

Es wird hoher Wert auf die Traditionen, die Vereine und die Geschichte dieser Contraden gelegt. Tierschützer allerdings kritisieren dieses Pferderennen, weil dabei auch oft Tiere zu Tode kommen.

Harte Regeln für ein hartes Pferderennen

Von den 17 Contraden werden zu jedem Rennen nur zehn zugelassen. Dazu gehören zuerst einmal die 7, die nicht teilnehmen durften. Dazu kommen drei weitere Contraden, welche ausgelost werden. Da beide Rennen getrennt betrachtet werden, kann der Zufall es wollen, dass eine Contrade an beiden Rennen teilnehmen kann.

Wenn diese Contrade nun beide Rennen eines Jahres für sich gewinnen kann, wird dieser Doppelsieg „cappotto“, der Mantel genannt. Diese Konstellation kommt sehr selten vor. Das letzte Mal 1997 und davor im Jahre 1933.

Die Rennbahn – die Pferde

Aus 60 Pferden wählt eine Kommission 30 Pferde vier Tage vor dem Rennen aus. In den Proberennen werden dann die zehn Pferde ermittelt, die am Hauptrennen teilnehmen dürfen. Den Contrades gehören keine der Pferde. Welches Pferd am Ende ein Contrade bekommt, bestimmt das Los.

Die Reiter sind angeheuerte Reiter und gehören nicht den Contraden an. Sie werden von den Mannschaftsführern bezahlt. Die Rennbahn ist etwa 300 Meter lang. Einen eindrucksvollen Anblick bieten die Reiter beim Einzug auf den Platz.

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